22 Grad im Schatten, keine Wolke am Himmel und gute Freunde zu Besuch, das schreit förmlich nach einer Wanderung. Welche Richtung einschlagen,war zunächst die Frage. Eine Burg sollte dabei sein, eine Mühle, ein guter Aussichtspunkt und gute Einkehrmöglichkeiten. Also machten wir einen Rundweg von Gößweinstein über Leutzdorf nach Burggailenreuth und dann über die Sachsenmühle zurück nach Gößweinstein.
Los ging die Tour am Parkplatz in Gößweinstein, hier kann man für 2 Euro Tagesgebühr sein Auto stehen lassen (schade, dass es trotzdem noch so viele gibt, die ihr Auto lieber irgendwo in den Weg stellen!). Zunächst empfehle ich einen kleinen Abstecher zur Basilika zu machen, dafür einfach ein paar Meter die Straße hoch laufen. Für alle, die gleich los wandern wollen, geht es vom Parkplatz aus nach rechts, vorbei an einer Gärtnerei bis die Straße sich teilt. Hier bitte sehr vorsichtig sein, leider gibt es dort nämlich keinen Bürgersteig, aber da die Straße hier eine Kurve macht, kommen die Autos teilweise sehr schnell um die Ecke geschossen. Es geht weiter zwischen den beiden Straßen, vorbei an 2 Wohnhäusern auf den Wanderweg. Der Weg ist bis Burggailenreuth mit einem blauen Senkrecht-Strich gekennzeichnet.
Der Weg führt zunächst durch den Wald , nach kurzer Zeit über eine Wiese und anschließend an einer kleinen Weide vorbei. Dann geht es wieder zurück in den Wald. Besonders jetzt im Frühling war es unglaublich schön im Wald, das Licht bricht sich auf spektakulär und setzt die moosbewachsenen Felsen teilweise in ein beeindruckendes Licht. Nach einigen schönen Metern im Wald kommen wir aus dem Wald heraus und befinden uns vor einer Straße, kurz vor Leutzdorf. Diese Straße müssen wir nun leider ein paar Meter laufen. Wir sind einfach auf der Wiese neben der Straße gegangen, war auch problemlos möglich.
Nach dem Ortseingangsschild von Leutzdorf nehmen wir die zweite Straße auf der rechten Seite (hier ist bereits Burggailenreuth ausgeschildert), vorbei an einem kleinen Wasserauffangbecken und zurück auf einen Schotterweg. Diesem Weg folgen wir bis zur zweiten Gabelung. Hier folgen wir der Beschilderung und gehen links den Berg hinauf. Ab hier steht auch bereits die Esperhöhle ausgeschildert, die man sich nicht entgehen lassen sollte! Ab hier beginnt der schönste Teil der Strecke bis vor Burggailenreuth. Zunächst tun sich auf der linken Seite des Weges wieder die typischen Felsformationen der fränkischen Schweiz auf, und rechts und links vom Weg finden sich überall die moosbewachsenen Steine. Das Licht schimmert hier sehr schön durch die Bäume und taucht alles in ein mystisches Licht. Immerhin wurde dieser Ort nicht ohne Grund schon vor langer Zeit von Kelten für rituelle und religiöse Zeremonien benutzt.
Wir bleiben nicht ganz auf dem Weg, sondern gehen links an den Felsen vorbei. (Man kann auch auf dem Weg bleiben um zur Höhle zu kommen, so sieht man aber noch mehr von den Felswänden). Nach ca 400 m spürt man plötzlich einen deutlichen Temperaturrückgang, nun kommen wir in die Nähe der Esperhöhle. Hier bitte sehr gut auf die Kinder aufpassen, die Höhle besitzt nämlich einen “Einstieg” der zunächst einmal 50 Meter tief nach unten geht. Er ist zwar mit Baumstämmen markiert, aber nicht verschlossen!
Vor der Höhle bietet sich sehr gut eine kleine Rast an, hier gibt es genug Steine zum hinsetzen.
Es geht weiter auf dem schmalen Weg, dort wo der Weg wieder breiter wird, muss genau auf die Abzweigung geachtet werden, die geht nämlich nicht sehr gut sichtbar rechts durch den Wald (ist ein schmaler Singletrail). Nun geht man kurz über eine Lichtung zurück in den Wald und folgt diesem Weg bis zu einer Kreuzung mit verschiedenen Hinweisschildern. Hier können wir nun entweder direkt nach Burggailenreuth gehen oder wir machen einen kleinen Abstecher nach rechts zu dem Keltenwall. Wir haben natürlich den Abstecher gemacht und er war es wert. Die alte keltische Befestigung bietet einen sehr schönen Ausblick und auch hier lässt sich gut ein kleines Päuschen einlegen.
Nun geht es weiter zur Burg in Burggailenreuth. Dort kann man in dem (leider verhältnismäßig teuren) Biergarten ein Radler oder auch ein Weizen trinken, eine kleine Brotzeit zu sich nehmen bevor es dann weiter geht. Der Weg, dem wir nun folgen ist der Wiesent-Talweg (Kennzeichung rotes Kreuz) und geht vor der Burg rechts runter. Hier muss übrigens immer mal nach hinten geschaut werden da dieser Weg SEHR stark von Mountainbikern genutzt wird.
Der schöne Talweg wird die gesamte Strecke über von der Wiesent begleitet, leider liegt der Weg nur mittags in der Sonne, deshalb also gegen Mittag hier sein. Die gesamte Zeit über kommen immer wieder sehr schöne Stellen auf der rechten Seite, wo man die fränkischen Berge und auch einmal eine kleine Quelle bewundern kann.
An der Stelle, wo der Weg eine Straße kreuzt (hier wieder Vorsicht, die Motorräder kommen teilweise unglaublich schnell die Straße runter) geht es zur Sachsenmühle.
Hier lohnt es sich eine Pause einzulegen, denn sowohl das Ambiente direkt am Fluß, als auch die Preise laden zum längeren Pausieren ein. Nach einer guten Stärkung geht es weiter auf dem Weg nach Gößweinstein. Wir haben die erste Abzweigung nach rechts genommen, sind dann auf einer starkem Anstieg ein bisschen ins Schwitzen gekommen. Am Ende des Weges kann man sich entscheiden die letzten paar Meter nach Gößweinstein auf der Straße zu laufen oder man läuft ein bisschen querfeldein über die Wiese neben der Straße (aber immer an die Zecken denken!). Nach einigen Metern auf der Wiese gehen wir nun zurück auf die Straße und befinden uns am Ortseingang von Gößweinstein, ein paar Meter oberhalb von unserem Ausgangspunkt. Wir folgen der Straße nun noch zurück zum Parkplatz und haben es geschafft.
Für alle die jetzt noch ein bisschen Energie übrig haben und am besten auch noch ein bisschen Hunger empfehle ich noch einen kurzen Abstecher zur Burg zur machen. Vom Parkplatz aus gehen wir dafür einfach nur die Straße links weiter hoch und nehmen die zweite kleine Gasse auf der linken Seite, die uns zur Burg führt. Dort kann man noch einmal den schönen Ausblick genießen (oder für 2 Euro die Burg von Innen sehen, was leider sehr enttäuschend ist). Nun gehen wir zurück zum Parkplatz und für alle Hungrigen und Fans der fränkischen Küche empfehle ich noch ins Gast Haus Fränkische Schweiz, direkt neben dem Parkplatz, einzukehren. Hier bekommt man für sehr günstige Preise alles was das Herz begehrt und so kann man sich anschließend auf die Heimreise machen.
Falls ihr Hilfe zum Upload auf euer Garmin Gerät braucht schaut einfach mal auf meine GPS-Tipps und Tricks Seite.
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